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MamboSteunPunt in der Schweiz

Die Klänge der Stille

Jemand hat am Schalter gedreht. Der starke, regelmässige Wind ist weg, ich wache auf. Er hat mich in den Schlaf gewiegt, mich getragen bis hierher. Es ist erst vier Uhr morgens. Die Sterne strahlen mit ihrer ganzen Kraft. Noch nie habe ich so viele gesehen wie in Mambo auf 1900 Metern über Meer. Da plötzlich ein unverkennbares Geräusch. Ich kann es nicht glauben, es klingt wie ein Auto. Unmöglich, Autos sind hier selten. Deshalb diese wunderbare Stille, in der jeder Laut bedeutend wird. Ein Hund bellt auf dem gegenüberliegenden Hügel. Woher das sanfte, regelmässige Trommeln kommt, dem ich nachts oft lausche, habe ich noch nicht herausgefunden. Ein Vogel im dunklen Busch sucht Begleitung. Schlafen die Chamäleone? Mit der Zeit habe ich gelernt, sie auf meinen Streifzügen durch die Gärten von MamboViewPoint zu entdecken. 

 

Pascale

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Lange blieben sie mir verborgen, heute kann ich ihnen bei ihrem Farbenspiel zusehen. Sind sie nachts schwarz? Jedenfalls scheinen sie ruhig zu sein. Habe ich ein Hupen gehört? Ein sehr früher oder eine sehr später Gast, der seinen Weg von Lushoto zur Lodge sucht? Herman und Marion können es nicht sein, Mambo ist kein Ort für späte Ausgänge. Ich schaue aus dem Fenster des Zimmers namens Hiraani, sehe aber nichts auf der Strasse, die am Fussballfeld vorbei und hinauf zur Lodge führt. Dann, wieder ein Hupen und das deutliche Geräusch eines schnell fahrenden Autos. Jetzt dämmert es mir. Ja, klar, das muss der Bus sein. Ich gehe hinaus und suche nach einem Scheinwerfer. Tatsächlich, auf der Strasse von Mtae nach Mambo, rast ein hell erleuchterter Bus hupend durch die Finsternis. Später finde ich heraus, dass um diese Zeit sechs Busse in Richtung Lushoto, Dar und Tanga fahren. Wieder im Bett dreht jemand am Schalter und der Wind verwischt die Motorengeräusche. Ich sollte schlafen. Der Tag wird wieder intensiv sein. Für den Muezzin hat er schon begonnen. Punkt fünf Uhr höre ich in rufen, der Wind dreht, der Sprechgesang erhebt sich. Die Moschee hat wohl neue Lautsprecher bekommen, seit ich letztes Mal hier war. Sie scheppern, stören mich aber nicht bei meinem Versuch, Wortfetzen aufzuschnappen, die ich verstehen könnte. Bei allen Klängen, die mich umgeben, sind die weichen Sprachlaute der hier arbeitenden Menschen die schönsten. Könnten die Chamäleone sprechen, würde ich wohl ihre Sprache lernen wollen.
Doch wie gern möchte ich mit Aminatu, Mariamu, Fatu, Tatuma, Mwanahawa, Zalika, Masaidi sprechen können. Die Frauen haben ein, zwei Kühe zu Hause, verarbeiten die Milch zu Joghurt und Ricotta, die sie der Lodge verkaufen. Die Gäste freuen sich. Die Frauen halten zusammen, überwinden Schwierigkeiten und lachen oft, wenn sie im India House werken. Sie heissen mich stets willkommen und amüsieren sich köstlich, wenn ich versuche, auf Swahili eine Frage zu stellen. Ich hoffe, irgendwann ihre Antworten verstehen zu können.
 

 

Kontakt: Pascale Gmür, Zürich
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